Jungunternehmer:innen-Stammtisch am 1. April in den Karnischen Werkstätten. Rund 20 junge Unternehmer:innen, Gründer:innen und Interessierte kamen zusammen, um sich auszutauschen, zu lernen – und sich ganz konkret zu vernetzen.
Im Zentrum des Abends stand die Frage: Wie gelingt Netzwerken, das wirklich trägt? Zwei erfahrene Gäste gaben spannende Einblicke aus der Praxis: Daniela Stein vom Business Frauen Center und Christoph Riegler vom build! Gründungszentrum.
Impulse von Daniela Stein (Business Frauen Center)

Daniela Stein eröffnete den Abend mit einer inspirierenden Perspektive auf die Rolle von Netzwerken in der unternehmerischen Entwicklung. Sie machte deutlich: Netzwerken beginnt mit dem Geben – man investiert in Beziehungen, bringt Zeit, Ideen und Unterstützung ein. Der Mehrwert kommt nicht sofort, aber langfristig – in Form von gegenseitiger Hilfe, Inspiration und gemeinsamen Chancen.
Besonders eindrucksvoll war ihr Appell, über den eigenen Branchentellerrand hinaus zu netzwerken. Gerade in der Verbindung mit Menschen aus anderen Bereichen entstehen neue Denkansätze und Potenziale für Kooperationen.
Anhand ihrer persönlichen Erfahrungen beim Aufbau des Business Frauen Centers erzählte sie, wie vielschichtig Netzwerkstrukturen entstehen: durch geplante Aktivitäten, aber auch durch Zufälle, die man erkennen und nutzen muss. Ihr Vortrag war ein ermutigender Aufruf, sich aktiv in Netzwerke einzubringen und Gelegenheiten zu ergreifen.
Ein kurzer Ausblick auf die Future Expo des Business Frauen Centers – eine Veranstaltung mit Keynotes, Deep-Dive-Workshops und Ausstellungsflächen – rundete Daniela Steins Beitrag ab. Die Future Expo findet am 15. und 16. Mai 2025, jeweils von 9:00 bis 18:00 Uhr am Messegelände Klagenfurt statt.
Die Veranstaltung bringt Unternehmen, Gründer:innen, Fachkräfte und zukunftsorientierte Projekte zusammen – mit dem Ziel, Impulse für die Arbeitswelt von morgen zu setzen. Ob Innovation, Fachkräftesicherung, Gleichstellung oder Unternehmertum: Die Future Expo schafft Raum für Austausch, Wissenstransfer und neue Kooperationen.
Warum teilnehmen?
Weil hier Netzwerken auf inhaltlich starkem Fundament passiert – nicht nur zwischen Gleichgesinnten, sondern auch über Branchen, Generationen und Hintergründe hinweg. Die Kombination aus hochkarätigen Keynotes, praxisnahen Workshops und gezielten Formaten zur Vernetzung macht die Expo zu einem wichtigen Treffpunkt für alle, die aktiv an der Gestaltung der Zukunft arbeiten wollen.
Einblicke von Christoph Riegler (build! Gründungszentrum)

Christoph Riegler nahm uns mit in die Welt der Startups und regionalen Gründungsinitiativen. Er betonte, dass Netzwerke nicht zufällig entstehen, sondern durch gezielte Wiederholung, ehrliches Interesse und strukturierte Angebote.
Aus seiner Arbeit bei build! berichtete er, wie Gründer:innen durch Peer-Formate, Coachingangebote und Matching-Möglichkeiten miteinander in Kontakt gebracht werden – und dass gerade im ländlichen Raum der Zugang zu passenden Netzwerken ein entscheidender Erfolgsfaktor ist.
Ein besonderer Schwerpunkt von Christoph Rieglers Beitrag lag auf dem Kärntner Gründungsnetzwerk, das von build! initiiert und betreut wird. Dabei handelt es sich um eine digitale Plattform, die gezielt darauf ausgelegt ist, Gründer:innen, Startups und Unterstützungsorganisationen in Kärnten miteinander zu vernetzen.,
Die Plattform bietet eine zentrale Übersicht über Events, Fördermöglichkeiten, Expert:innen und Anlaufstellen rund um das Thema Gründung in Kärnten. Ziel ist es, Orientierung zu geben und die Vielfalt an Angeboten in der Region sichtbar und zugänglich zu machen – besonders für Personen, die am Beginn ihrer unternehmerischen Reise stehen oder auf der Suche nach Kooperationen sind.
Zugleich ermöglicht das Netzwerk eine unkomplizierte Kontaktaufnahme und den Aufbau nachhaltiger Beziehungen – ganz im Sinne eines offenen und aktiven Startup-Ökosystems. Wer sich vernetzen, informieren oder einfach mal umschauen möchte, findet hier einen starken Startpunkt:
Christoph Riegler betonte, dass das Netzwerk nicht nur für Startups in der Landeshauptstadt gedacht ist – sondern bewusst den ländlichen Raum Kärntens mit einbezieht. Damit soll Gründung überall dort möglich und sinnvoll unterstützt werden, wo Menschen Ideen haben.
Vom Profil zur Verbindung
Zum Abschluss betonten beide Vortragenden die Bedeutung von LinkedIn als wertvolles Werkzeug zum Netzwerken – nicht nur als Bühne zur Selbstdarstellung, sondern als Plattform für echten Austausch und als langfristiges Instrument zum in Kontakt bleiben. Der gemeinsame Appell: Scheut euch nicht, Menschen direkt anzusprechen, wenn euch ein Profil oder eine Idee interessiert. Netzwerke entstehen, wenn man den ersten Schritt macht – auch digital.
Netzwerken, wie es gedacht ist – im Anschluss
Nach den Vorträgen blieb der Raum nicht leer – im Gegenteil: Die Gespräche gingen direkt in den persönlichen Austausch über. An Stehtischen wurde diskutiert, gelacht, Visitenkarten wurden getauscht – und vor allem wurden Verbindungen geknüpft, die über den Abend hinauswirken.
Viele griffen dabei Themen aus den Vorträgen auf – etwa wie man selbst mit Unsicherheit im Netzwerkaufbau umgeht, wie neue Formate entstehen könnten oder wie man als Jungunternehmer:in gezielt außerhalb der eigenen Blase Kontakte sucht.



Danke und Ausblick
Wir bedanken uns herzlich bei Daniela Stein und Christoph Riegler für ihre praxisnahen, offenen Beiträge – und bei allen Teilnehmenden für das ehrliche Interesse, das Vertrauen und die vielen angeregten Gespräche.
Der nächste Jungunternehmer:innen-Stammtisch findet im Juni 2025 statt. Weitere Infos folgen bald – wir freuen uns auf ein Wiedersehen!